Zertifizierung und Kontrolle

BIOLAND --- was ist das?

Bioland ist der größte deutsche Verband ökologisch wirtschaftender Bauern und Gärtner.

 

 

BIOLAND --- was macht BIOLAND besser?

Die EG-ÖKO-Verordnung ist der gesetzliche Mindeststandard für alle, die "Bio-" oder"Öko-Lebensmittel" produzieren oder verarbeiten. Die Biolandbauern arbeiten nach strengeren Richtlinien als es die EG-Öko-Verordnung vorgibt.

 

Bioland Grundsätze

  1. Biolandbetriebe sind 100% Biobetriebe und nicht wie nach EG-ÖKO-Verordnung zulässig nur Teilbiobetriebe
  2. Artgerechte Tierhaltung
  3. Es gibt kein Doping für Tiere (vorsorgliche Antibiotika)
  4. Konsequenter Verzicht auf Gentechnik und  ionisierende Strahlung
  5. Kontrolle und Dokumentation - es besteht volle Transparenz

 

 

Biolandbau für eine bessere Zukunft
Eine artgerechte Haltung der Tiere dient in erster Linie der Gesundheit der Tiere. Das hat noch weitere positive Folgen.


Durch die begrenzte Anzahl Tiere pro ha, wird eine Überdüngung des Bodens vermieden.
Die Nitratbelastung der Gewässer und des Grundwassers ist dadurch deutlich geringer als bei konventionellen Betrieben.


Der Biolandbau zur Ernährung von Mensch und Tier erzeugt deutlich weniger Phosphat- und Stickstoffverbindungen. Somit wird auch hier Gewässer und Grundwasser geschützt. Die Gefahr des Umkippens der Gewässer ist viel geringer.

Durch Wahl einer standortangepassten Fruchtfolge, durch Säen von Untersaaten im Getreideanbau, durch Ackerfutter als Nachfrucht und Belassen von Ernterückständen, erreicht der Biolandbauer geringere Bodenerosion, höhere Humusdichte und mehr Bodenlebewesen, die den Boden lockern und belüften. Der Boden kann mehr Wasser speichern (Hochwasserschutz). Die Bodenorganismen verkleben die Bodenteilchen so, dass klimaschädigendes CO2 gebunden wird.

Die schädlichen Treibhausgase, die ein viehhaltender Betrieb erzeugt, wie Kohlendioxid, Methan, Lachgas und das indirekt wirkende Ammoniak sind bei Biolandbauern um ein vielfaches geringer, weil die Anzahl der Tiere pro Fläche begrenzt ist und die Futterrationen sorgfältiger abgestimmt werden.

Biolandbauern legen Feldraine, Hecken und Brachen an. Die dort entstehenden Kleinbiotope ernähren Nützlinge mit ihren arten- und blütenreichen Pflanzenbeständen. Die Nützlinge bekämpfen biologisch die Schädlinge, also braucht der Biolandbauer wieder weniger Pflanzenschutzmittel. Selbst die einheimischen Feldvögel nutzen lieber die biologisch bewirtschafteten Lebens- und Nahrungsräume. Damit tragen sie ebenfalls zur biologischen Schädlingsbekämpfung bei.

 

 

Artgerechte Haltung
Die Bioland-Lege-Hennen haben Auslauf, das heisst genügend Platz und keinen sozialen Stress. Sie können bei jedem Wetter raus. Sie sind gesund und immungestärkt. Sie bekommen ihre natürlichen Nahrungsmittel. Sie werden nicht verstümmelt (Schnabel touchieren bei Hühnern), so ist eine entsprechende Körperpflege gewährleistet. Der Stall hat genügend Fensterflächen, so dass es hell ist. Die Sitzstangen sind lang genug, so dass alle Platz haben. Geeignete Nistplätze und großzügige Scharrstellen runden "Wohnzimmer-Feeling" bei den Legehennen ab. Die Tiere bekommen den Respekt, den sie verdienen.

Kein Doping für Tiere
Die Biolandtiere sind gesund und leistungsstarke Tiere. Sie benötigen keine vorsorglichen Antibiotika und Leistungspillen.

Keine Gentechnik und ionisierende Strahlung
Bioland lehnt Gentechnik grundsätzlich ab. Ionisierend Strahlung ebenfalls.

Qualitätsmanagement
Biolandbauern lassen sich gerne kontrollieren, denn sie sind überzeugt von dem, was sie tun.

Erst nach erfolgreicher Bioland-Kontrolle, erhält der Bioland-Betrieb sein Zertifikat (s.o) und darf dann das Bioland-Warenzeichen nutzen. Da die Bioland-Kontrolle über den EG-Öko-Standard hinausgeht, bekommt der Bioland-Bauer natürlich auch das EG-ÖKO-Zertifikat. Eine unabhängige Kontrollstelle stellt die beiden Zertifikate aus. (s.o)

 

 

BIOLAND --- eine runde Sache

Grundlage für den Biolandbau ist der Kreislauf

 

Biolandbauern entnehmen der Erde nur das, was sie ihr auch wieder zuführen können. Nur so können die Lebensgrundlagen auch für nachfolgende Generationen gesichert werden.